Das Smartphone aktualisiert sich seit Jahren von selbst über Nacht – jetzt zieht das Auto nach. Software-Updates fürs Auto per Funk, ganz ohne Werkstattbesuch, verändern zunehmend, wie Fahrzeuge über ihre gesamte Lebensdauer hinweg verbessert werden.
Was SOTA- und FOTA-Updates unterscheidet
Laut ADAC bezeichnet OTA (Over-the-Air) die drahtlose Datenübertragung zwischen Fahrzeug und Hersteller per Mobilfunk oder WLAN. Dabei werden zwei Arten unterschieden:
- SOTA (Software Over-the-Air): betrifft reine Softwarekomponenten wie Navigation, Infotainment-System oder Klimasteuerung.
- FOTA (Firmware Over-the-Air): betrifft die Firmware von Hardwarekomponenten, etwa den Antriebsstrang oder das Batteriemanagementsystem – also tiefer in die Fahrzeugtechnik eingreifende Aktualisierungen.
Muss ich für ein Update noch in die Werkstatt?
Der zentrale Vorteil von OTA-Updates ist genau das: Sie werden per Mobilfunk oder WLAN direkt aufs Fahrzeug übertragen, ohne dass das Auto an ein Diagnosegerät angeschlossen oder überhaupt in eine Werkstatt gebracht werden muss. Steuergeräte, Betriebssystem, Assistenzfunktionen und bei Elektroautos zunehmend auch das Batteriemanagement lassen sich so aktualisieren, während das Fahrzeug einfach in der eigenen Einfahrt steht.
Welche Hersteller Over-the-Air-Updates heute schon nutzen
| Hersteller | Beispiel-Anwendung |
|---|---|
| Tesla | Monatliche Updates für nahezu alle Systembereiche |
| Volkswagen | Verbesserter Travel Assist bei ID.-Modellen |
| Audi | Functions-on-Demand für nachträgliche Freischaltungen |
| BMW | Digital-Key- und Fahrerassistenz-Updates |
| Mercedes-Benz | MBUX-Systemaktualisierungen |
Ein Beispiel für den praktischen Nutzen: Wird bei einem Modell mit VW-Travel-Assist die Spurhalte- und Abstandsfunktion per Software verbessert, profitierst du davon, ohne einen einzigen Werkstatttermin wahrnehmen zu müssen – das Update lädt einfach im Hintergrund.
Software-Updates fürs Auto: Kurzfazit
Over-the-Air-Updates unterscheiden sich in SOTA für reine Software und FOTA für tiefere Firmware-Eingriffe, werden aber beide ganz ohne Werkstattbesuch per Funk übertragen. Hersteller wie Tesla, VW, Audi, BMW und Mercedes nutzen diese Technik bereits aktiv, um Fahrzeuge nach dem Kauf laufend zu verbessern.
