Otto-Partikelfilter (OPF): Was Benzin-Fahrer über den Pflicht-Filter wissen müssen

Kurz gesagt

Der Otto-Partikelfilter (OPF) ist seit September 2018 für neu zugelassene Benziner mit Turbo-Direkteinspritzung Pflicht. Er reinigt sich bei rund 600 Grad Celsius selbst – bei reinen Kurzstrecken unter 15 bis 20 Kilometern setzt er sich dagegen zu. Eine Regenerationsfahrt von 30 bis 45 Minuten bei 100 bis 130 km/h löst das Problem meist. Ein Austausch kostet 800 bis 2.500 Euro.

Nicht nur Diesel haben einen Partikelfilter: Auch moderne Benziner mit Turbo-Direkteinspritzung produzieren feine Rußpartikel – und brauchen deshalb einen eigenen, technisch anderen Filter.

Seit wann ist der OPF Pflicht?

Laut KFZ Dietrich ist der Otto-Partikelfilter seit September 2018, mit der Euro-6d-TEMP-Abgasnorm, für neu zugelassene Benziner mit Turbo-Direkteinspritzung vorgeschrieben.

Wie funktioniert der Otto-Partikelfilter?

Der OPF ist ein keramischer Filter im Abgassystem, der die ultrafeinen Rußpartikel auffängt, die bei der Turbo-Direkteinspritzung entstehen. Bei einer Abgastemperatur von rund 600 Grad Celsius verbrennt er die aufgefangenen Partikel selbstständig – ähnlich wie beim Diesel-Partikelfilter, nur bei einer anderen Temperatur und mit anderer Filterzusammensetzung.

Welches Problem verursacht Kurzstreckenfahrt?

Bei reinen Kurzstrecken unter 15 bis 20 Kilometern erreicht der Motor die für die Selbstreinigung nötige Temperatur oft gar nicht erst. Der Filter setzt sich dann zu – erkennbar an Leistungsverlust, einer Partikelfilter-Warnleuchte und erhöhtem Kraftstoffverbrauch. Eine gezielte Fahrt von 30 bis 45 Minuten bei 100 bis 130 km/h auf der Autobahn kann die nötige Regeneration meist auslösen.

Was kostet ein Austausch?

Hilft die Regenerationsfahrt nicht mehr und ist der Filter dauerhaft zugesetzt oder beschädigt, wird ein Austausch nötig. Die Kosten dafür liegen bei 800 bis 2.500 Euro – deutlich mehr als beim Diesel-Partikelfilter, unter anderem wegen der aufwendigeren Filterkeramik und der oft engeren Einbausituation im Motorraum.

Kurzfazit

Der Otto-Partikelfilter ist bei modernen Benzinern mit Direkteinspritzung längst Standard – wird aber bei reiner Kurzstreckenfahrt schnell zum Problem. Wer regelmäßig auch längere Strecken fährt, verhindert die teure Zusetzung meist von selbst.

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