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Wer im Winter mit dem E-Auto unterwegs ist, kennt das Problem: Die angezeigte Reichweite schmilzt gefühlt schneller als der Schnee auf der Windschutzscheibe. Die Elektroauto-Reichweite im Winter sinkt tatsächlich spürbar – wie stark sie sinkt und was wirklich hilft, zeigt dieser Überblick.
Wie stark die Reichweite im Winter wirklich sinkt
Nach ADAC-Tests verlieren Elektroautos bei Temperaturen unter null Grad im Durchschnitt rund 30 Prozent ihrer Reichweite gegenüber den Herstellerangaben. Bei kleineren Fahrzeugen wie dem VW e-up kann der Verlust sogar bis zu 50 Prozent betragen – ein Auto, das im Sommer 250 Kilometer schafft, kommt bei Frost also teilweise nur noch gut 120 bis 175 Kilometer weit.
Der Grund liegt vor allem im Energieverbrauch: Bei Minusgraden liegt er laut ADAC im Schnitt rund 70 Prozent höher als bei angenehmen 23 Grad im Frühling. Ein großer Teil dieser zusätzlichen Energie fließt nicht in den Antrieb, sondern in die Erwärmung von Innenraum und Batterie.
Praxistest: München–Berlin bei null Grad
Wie stark sich das im Alltag auswirkt, zeigte ein ADAC-Test mit 14 aktuellen Familien-E-Autos auf der rund 580 Kilometer langen Strecke München–Berlin bei null Grad: Kein einziges Testfahrzeug schaffte die Distanz ohne Ladestopp. Die meisten mussten sogar zweimal laden, nur wenige Modelle mit besonders effizienter Technik kamen mit einem einzigen, kurzen Ladestopp aus.
Was den Reichweitenverlust begrenzt
Was du konkret tun kannst, um im Winter weiter zu kommen, zeigen die folgenden Maßnahmen:
- Tempo reduzieren: Schon 10 km/h weniger auf der Autobahn senken den Verbrauch spürbar, da der Luftwiderstand bei Kälte zusätzlich zur Belastung wird.
- Vorheizen am Kabel: Wird der Innenraum noch während des Ladens an der Wallbox vorgewärmt, muss die Fahrbatterie unterwegs weniger Energie für die Heizung aufbringen.
- Sitzheizung statt Lüftungsheizung: Sitz- und Lenkradheizung verbrauchen deutlich weniger Strom als das Aufheizen der gesamten Kabinenluft.
- Moderne Ladetechnik nutzen: Fahrzeuge mit 800-Volt-Technik können in kurzer Zeit mehr Energie aufnehmen, ohne dass die Batterie überhitzt – das verkürzt Ladestopps im Winter spürbar.
Wer beispielsweise ohnehin regelmäßig die Kosten von E-Auto und Verbrenner vergleicht, sollte diesen Winterverbrauch bei der Reichweitenplanung einkalkulieren – gerade bei kleineren Modellen wie manchen Verbrauchswerten einzelner E-Auto-Modelle, die im Sommer ermittelt wurden.
Elektroauto Reichweite Winter: Kurzfazit
Bei Frost verlieren Elektroautos laut ADAC im Schnitt rund 30 Prozent Reichweite, kleinere Modelle bis zu 50 Prozent. Wer Tempo reduziert, am Kabel vorheizt und Sitzheizung statt Lüftung nutzt, kann den Winterverlust spürbar begrenzen.
