THG-Quote 2026: Was der Verkauf für Elektroauto-Besitzer wirklich bringt

THG-Quote 2026: Was der Verkauf für Elektroauto-Besitzer wirklich bringt

Kurz gesagt

2026 bekommst du für die THG-Quote deines Elektroautos je nach Anbieter zwischen etwa 40 und 110 Euro direkt ausgezahlt. Über Quotenhandel-Plattformen sind teils über 300 Euro drin. Einen festen, staatlich garantierten Preis gibt es nicht – er bildet sich frei am Markt.

Wer ein reines Elektroauto fährt, kann seit einigen Jahren jedes Jahr Geld dafür bekommen, dass sein Auto keine CO2-Emissionen verursacht. Das Prinzip dahinter heißt THG-Quote – und die Höhe der Prämie schwankt von Jahr zu Jahr spürbar. Was 2026 realistisch drin ist und worauf du beim Verkauf achten solltest, findest du hier.

Was ist die THG-Quote überhaupt?

Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verpflichtet Mineralölkonzerne gesetzlich dazu, den CO2-Ausstoß ihrer verkauften Kraftstoffe Jahr für Jahr zu senken. Wer diese Quote nicht selbst durch grünen Kraftstoff erfüllt, muss sie von jemandem kaufen, der CO2 einspart – zum Beispiel von Elektroauto-Haltern, deren Fahrzeug rechnerisch keine Emissionen verursacht. Als Privatperson trittst du dieses Recht nicht direkt an einen Konzern ab, sondern an spezialisierte Vermittler, die viele Elektroautos bündeln und die Quote gesammelt an die Mineralölwirtschaft verkaufen.

Wie viel Geld bringt der Verkauf 2026 wirklich?

Die Höhe der THG-Prämie ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern hängt vom freien Markt ab – also von Angebot und Nachfrage zwischen Mineralölkonzernen und Quotenhändlern. Das führt dazu, dass die Preise zwischen den Anbietern teils deutlich auseinanderliegen.

ModellTypische Auszahlung 2026Besonderheit
Direktauszahlung vom Quotenhändlerca. 40 – 110 EuroSchnell, unkompliziert, meist innerhalb weniger Wochen
Quotenhandel-Plattform (Bündelung)teils über 300 EuroHöhere Auszahlung, aber oft erst nach Ablauf des Jahres
Verkauf der Quote direktbis zu ca. 450 EuroAbhängig vom aktuellen Marktpreis, keine feste Garantie

Wichtig: Diese Spannen sind keine Garantie, sondern eine Orientierung auf Basis aktueller Marktbeobachtungen. Der tatsächliche Betrag hängt vom gewählten Anbieter, dem Zeitpunkt der Antragstellung und der aktuellen Marktlage ab.

Wer darf die THG-Quote verkaufen?

Anspruch haben Halter von reinen Elektrofahrzeugen (batterieelektrisch, BEV), die in Deutschland zugelassen sind. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen, da sie weiterhin einen Verbrennungsmotor nutzen und damit selbst CO2 ausstoßen. Auch E-Motorräder und E-Roller können teilnehmen, allerdings meist mit geringeren Prämien als bei Pkw.

Wie läuft der Verkauf ab?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Anbieter auswählen und aktuelle Prämienhöhe vergleichen
  • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) hochladen
  • Kurzen Online-Antrag ausfüllen – dauert meist nur wenige Minuten
  • Auszahlung abwarten, je nach Anbieter Wochen bis Monate
  • Antrag jedes Jahr erneut stellen – die Berechtigung erlischt nicht automatisch, ausgezahlt wird aber nur nach neuer Antragstellung

Worauf du beim Anbieter achten solltest

Vergleiche nicht nur die beworbene Prämie, sondern auch Auszahlungsdauer, Seriosität und Bewertungen. Manche Anbieter locken mit hohen Zahlen, zahlen aber erst deutlich später im Jahr aus. Einen guten Überblick liefert der ADAC-Ratgeber zur THG-Quote.

Neben der THG-Quote lohnt sich für Neuwagenkäufer auch ein Blick auf die staatliche E-Auto Förderung 2026. Und wer sein E-Auto regelmäßig unterwegs lädt, findet in unserem Artikel Elektroauto laden unterwegs die wichtigsten Grundlagen zu AC- und DC-Laden.

Kurzfazit

Die THG-Quote ist kein großer Zusatzverdienst, aber ein realistischer, wiederkehrender Bonus für Elektroauto-Halter – ohne eigenen Aufwand außer einem kurzen Online-Antrag. Wer jedes Jahr neu vergleicht statt beim ersten Anbieter zu bleiben, holt in der Regel die bessere Prämie heraus.

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