Der Hund auf dem Rücksitz, ungesichert und quer über die Sitzbank verteilt – im Alltag häufig zu sehen, rechtlich aber ein klarer Verstoß. Wie du deinen Hund im Auto sichern musst und was bei Nichtbeachtung droht, ist vielen Haltern nicht bewusst.
Was die StVO zur Sicherung vorschreibt
Nach § 23 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) ist der Fahrer dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug jederzeit verkehrssicher bleibt und die Sicht sowie das Gehör nicht durch Mitfahrer – auch nicht durch Tiere – beeinträchtigt werden. Rechtlich gelten Hunde im Auto dabei als Ladung: Sie müssen so gesichert werden, dass sie bei einer Vollbremsung oder einem Unfall nicht unkontrolliert durch den Innenraum geschleudert werden und so zur Gefahr für Fahrer, Beifahrer oder sich selbst werden.
Welche Bußgelder bei unzureichender Sicherung drohen
Die Höhe des Bußgelds richtet sich nach der konkreten Situation:
| Situation | Bußgeld |
|---|---|
| Unzureichende Sicherung | 35 Euro |
| Gefährdung anderer | 60 Euro + 1 Punkt |
| Sachbeschädigung | bis 80 Euro |
| Bei tatsächlichem Unfall | bis 120 Euro |
Welche Sicherungsmethode am besten schützt
Laut ADAC bietet eine Transportbox im Kofferraum oder Fußraum den höchsten Schutz, weil sie den Hund auch bei einem Aufprall zuverlässig an Ort und Stelle hält – wichtig dabei: Auch die Box selbst muss mit Gurten am Fahrzeug befestigt werden, sonst kann sie im Ernstfall selbst zum Geschoss werden. Alternativ eignet sich ein Sicherheitsgurt mit Brustgeschirr, der über das normale Gurtschloss befestigt wird – ein Einhaken direkt am Halsband ist dagegen tabu, da es bei einer plötzlichen Bremsung zu schweren Verletzungen an der Halswirbelsäule führen kann. Ein Trenngitter allein reicht nicht aus: Es kann zwar verhindern, dass der Hund nach vorne geschleudert wird, der Hund muss aber trotzdem zusätzlich angeschnallt oder in einer Box gesichert sein.
Hund im Auto sichern: Kurzfazit
Hunde gelten im Auto rechtlich als Ladung und müssen nach § 23 StVO so gesichert werden, dass sie bei einer Notbremsung nicht zur Gefahr werden – sonst drohen 35 bis 120 Euro Bußgeld. Am sichersten sind eine gurtbefestigte Transportbox oder ein Sicherheitsgurt mit Brustgeschirr.

