Kurz gesagt
Dein Leasingauto muss bei der Rückgabe nicht neuwertig sein – normaler Verschleiß ist erlaubt. Teure Nachzahlungen entstehen meist durch Mehrkilometer und Schäden, die über normale Gebrauchsspuren hinausgehen.
Der Leasingvertrag läuft aus, und plötzlich steht die Frage im Raum: Kommt
bei der Rückgabe noch eine teure Nachzahlung? Wer bei der Entscheidung
zwischen Leasing und Finanzierung
auf Leasing gesetzt hat, sollte sich rechtzeitig auf die Rückgabe vorbereiten –
mit der richtigen Vorbereitung lässt sich das Risiko einer Nachzahlung
deutlich senken.
Muss das Auto bei der Rückgabe wie neu aussehen?
Nein. Ein Leasingfahrzeug muss bei der Rückgabe nicht in Neuzustand sein.
Laut dem ADAC-Ratgeber zur Leasing-Rückgabe
unterscheidet ein Schadenkatalog objektiv zwischen normalem Verschleiß – etwa
kleineren Steinschlägen unter 2 Millimetern – und eindeutigen Schäden, etwa
größeren Steinschlägen oder Dellen. Normale Gebrauchsspuren sind also
einkalkuliert und führen für sich genommen nicht automatisch zu einer
Nachzahlung.
Wofür muss ich zusätzlich zahlen?
Zwei Punkte sorgen in der Praxis am häufigsten für Nachzahlungen: Fährst du
mehr Kilometer als vertraglich vereinbart, musst du bei der Rückgabe für die
Mehrkilometer zahlen. Und für Abnutzung, die über den normalen Verschleiß
hinausgeht, muss der Leasingnehmer ebenfalls aufkommen.
Warum ist die Zustandsbewertung oft strittig?
Ein häufiger Streitpunkt bei der Rückgabe ist die Feststellung des
Minderwerts. Dafür gibt es keine vollständig objektiven Kriterien – die
Einschätzung, was noch normaler Verschleiß und was bereits ein
kostenpflichtiger Schaden ist, bleibt einer der häufigsten Streitpunkte beim
Leasing.
Wie vermeidest du teure Nachzahlungen?
Info
- Lass das Auto vor der Rückgabe professionell aufbereiten – für rund 200 Euro wirkt es gepflegt und reduziert das Risiko einer strengen Bewertung.
- Behebe kleine Mängel wie Kratzer oder Dellen vorher bei einer zertifizierten Smart-Repair-Werkstatt – das ist meist günstiger als die Abrechnung über den Leasinggeber.
- Lass optional vorab eine unabhängige Fahrzeugbewertung machen, etwa bei DEKRA – die Kosten liegen meist bei 100 bis 200 Euro.
- Gib das Fahrzeug wenn möglich persönlich bei der Rückgabestelle ab, um die Bewertung des Sachverständigen direkt nachvollziehen zu können.
Kurzfazit
Normaler Verschleiß ist bei der Leasingrückgabe kein Problem. Wer
Mehrkilometer vermeidet, kleine Mängel vorab beheben lässt und das Fahrzeug
aufbereitet zurückgibt, senkt das Risiko einer teuren Nachzahlung deutlich.

